Neuartiges Coronavirus (SARS-CoV-2 )
 
Stand: 14.06.2021
 
Aktuelles
Ausgehend von der Millionenstadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei hat sich seit Anfang Januar 2020 die Infektion mit dem zuvor unbekannten Coronavirus SARS-CoV-2 ausgebreitet. Die ersten Patienten waren bereits Ende Dezember erkrankt. Sie zeigten Symptome einer atypischen Lungenentzündung, häufig mit Fieber, Unwohlsein, trockenem Husten und Kurzatmigkeit.

Seitdem ist die Zahl der bestätigten Fälle in China auf rund 103.380 gestiegen, die meisten davon stammen aus der Provinz Hubei inkl. Wuhan. 4.846 Menschen sind verstorben. Nach offiziellen Angaben soll die Epidemie bis auf vereinzelte lokale Ausbrüche unter Kontrolle sein.

In 192 Ländern bzw. Regionen weltweit wurden bislang rund 175.966.572 Infektionen registriert. 3.804.259 Menschen sind verstorben. Das ECDC meldet bis zur 21. Kalenderwoche insgesamt rund 53.294.300 Fälle und 1.134.485 Tote aus ganz Europa. Europa vermerkt (Stand 04. Juni 2021) rund 32 % der weltweiten Fälle und etwa 33 % der weltweiten Todesfälle.

Weltweit gehören die folgenden Länder zu den am stärksten betroffenen (Stand 14.06.2021):

Weltweit FallzahlenEuropaFallzahlen
USA33.462.038Frankreich 5.802.314
Indien 29.510.410Großbritannien4.581.779
Brasilien17.412.766Italien128.168
Frankreich5.802.314Spanien3.733.600
Türkei5.330.447Deutschland3.715.518


In den folgenden Ländern wurden die meisten Todesfälle durch das Coronavirus vermerkt (Stand 14.06.2021):

WeltweitFallzahlenEuropaFallzahlen
USA599.769Großbritannien128.168
Brasilien487.401Italien 127.002
Indien374.305Frankreich110.553
Mexiko230.150Deutschland 89.844
Peru188.708Spanien80.501


Der Notfallausschuss der WHO hat am 30.01.2020 eine internationale Gesundheitsnotlage ("Public Health Emergency of International Concern" PHEIC) ausgerufen. Am 11. März 2020 hat die WHO die Ausbreitung des Virus als Pandemie eingestuft.

Situation in Deutschland
Am 28. Januar 2020 wurde die erste Infektion in Deutschland bestätigt. Seit Mitte März 2020 werden aus allen Bundesländern Infektionen gemeldet. Die meisten Fälle werden in NRW, Bayern und Baden-Württemberg registriert.

Bisher wurden dem Robert Koch-Institut für ganz Deutschland 3.715.518 Infektionen mit SARS-CoV-2 und 89.844 Todesfälle gemeldet.

Um die Ausbreitung zu verlangsamen, wurden im März 2020 bundesweit tiefgreifende Einschränkungen des öffentlichen Lebens umgesetzt, die seit Mai 2020 teilweise wieder gelockert wurden.

Anfang Oktober stiegen die Fallzahlen in Deutschland rasant an. Am 2. November wurden erneut verschärfte Maßnahmen eingeführt, die seither mehrmals ergänzt und angepasst wurden.

Seit dem 24. April 2021 gilt eine gesetzlich festgelegte bundeseinheitliche Notbremse zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Diese untersagt es, in Landkreisen mit einer Inzident über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern, sich zwischen 22 und 5 Uhr draußen aufzuhalten. Auch die Durchreise dieser Kreise ist zu diesen Zeiten untersagt. Ein Haushalt darf sich maximal mit einer weiteren Person treffen. An Schulen findet Wechselunterricht statt, zweimal in der Woche müssen Schnelltests durchgeführt werden. Bei einer Inzidenz von über 165 an drei aufeinander folgenden Tagen müssen die Schulen erneut schließen. Im Einzelhandel des täglichen Bedarfs ist je nach Größe des Geschäfts eine begrenzte Kundenzahl erlaubt, es muss eine Maske getragen werden. Im übrigen Einzelhandel ist bis zu einer Inzidenz von 150 Terminshopping mit negativem Test und Maske möglich, bei einer Inzidenz von über 150 an drei aufeinander folgenden Tagen müssen die Geschäfte schließen. Im Freien ist Individualsport mit max. 2 Personen oder Personen aus dem gleichen Haushalt erlaubt, zudem kontaktloser Gruppensport für 5 Kinder bis 14 Jahre. Medizinische Dienstleistungen und Friseure können unter Nutzung einer FFP2-Masle in Anspruch genommen werden, bei Friseuren und der Fußpflege ist zusätzlich ein negativer Test erforderlich. Die Gastronomie muss schließen, Abholung und Lieferdienst sind möglich.

Bei einer Inzidenz unter 100 entscheiden die Bundesländer eigenständig über die geltenden Regelungen und Einschränkungen.

Seit dem 9. Mai 2021 gelten für Genesene und vollständig Geimpfte Ausnahmen von den Corona-Beschränkungen. Genesene, deren Infektion mindestens 4 Wochen aber höchstens 6 Monate zurückliegt, sowie Geimpfte, deren zweite Impfung mindestens 2 Wochen her ist, sind von der Testpflicht im Nahverkauf, bei körpernahen Dienstleistern und in öffentlichen Einrichtungen befreit. Zudem werden ihnen die Ausgangsbeschränkungen erlassen und sie werden bei privaten Zusammenkünften nicht mitgezählt.

Seit dem 16. Juni 2020 steht in Deutschland die Corona-Warn-App zur Verfügung. Sie soll dabei helfen, die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, indem sie Benutzer über einen möglichen Kontakt zu einer positiv getesteten Person und somit über deren Infektionsrisiko informiert. Die personenbezogenen Daten werden hierbei dezentralisiert verarbeitet.

Ätiologie, Epidemiologie, Übertragung
Die WHO hat, entsprechend eines Vorschlags des International Committee on Taxonomy of Viruses, das bisher unbekannte Coronavirus mit der vorläufigen Benennung 2019-nCoV offiziell als SARS-CoV-2 (Severe acute respiratory syndrome coronavirus 2) benannt. Das Virus ist weitläufig mit SARS-CoV verwandt, welches 2002/2003 eine Epidemie ausgelöst hatte, und nutzt auch denselben Zellrezeptor zur Anlagerung an der Bronchialschleimhaut (ACE2), weist aber vor allem in Bezug auf seine Übertragbarkeit andere Eigenschaften auf.

Die durch SARS-CoV-2 verursachte Erkrankung bekam am 11. Februar von der WHO die Bezeichnung COVID-19 (Corona Virus Disease 2019).

Aufgrund der Tatsache, dass ein Großteil der Betroffenen den lokalen Fischmarkt in Wuhan besucht oder dort gearbeitet hatte, wird ein tierisches Reservoir des Erregers vermutet. Die ursprüngliche Infektionsquelle konnte noch nicht sicher identifiziert werden. Fledermäuse gelten als wahrscheinlichstes ursprüngliches Erregerreservoir, da sie generell als Träger für Coronaviren dienen.

Die Übertragung erfolgt in der Regel über Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch. In geschlossenen, schlecht gelüfteten Räumen kann zudem eine Übertragung über Aerosole erfolgen. Theoretisch sind auch Schmierinfektion und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Bereits einige Zeit vor dem Auftreten von Symptomen sind Patienten infektiös und können das Virus verbreiten. Wissenschaftler fanden heraus, dass sich die Viren neben der Lunge auch im Nasen-Rachenraum und im Darm vermehren. Die Möglichkeit einer fäkal-oralen Verbreitung wurde diskutiert, diese spielt jedoch nach allen vorliegenden Daten keine relevante Rolle.

Die anfängliche Annahme, Haustiere können sich nicht mit dem Coronavirus anstecken wurde mittlerweile revidiert. Mehrere voneinander unabhängige Quellen geben Infektionen von Tieren, allen voran Hunden, Katzen, Frettchen oder Nerzen, an. Diese Fälle sind jedoch selten. Eine Übertragung des Virus von Haustieren auf Menschen ist bislang noch nicht vermerkt worden.

In Großbritannien, Brasilien, Indien sowie Südafrika sind in den letzten Monaten neue, mutierte Varianten von SARS-CoV-2 aufgetreten, die offenbar leichter übertragbar sind als die ursprüngliche Virusvariante. Auch in Deutschland wurden bereits Infektionen mit den mutierten Virus-Varianten, insbesondere der britischen Mutante, gemeldet.

Klinik, Diagnostik
Nach einer Inkubationszeit von in der Regel 5 - 6 Tagen (Spannweite 1 - 14) entwickeln sich Fieber, Allgemeinerscheinungen und eine Pneumonie. Schwere Verläufe und Todesfälle kommen besonders bei Älteren und Vorerkrankten vor.

Berichte über Patienten in Italien und China legen nahe, das die Infektion auch zu einer Herzmuskelschwäche führen kann. Außerdem berichten viele, auch jüngere Patienten von sensorischen Störungen, wie Verlust des Geruchs- oder Geschmacksinns.

Die Liste der durch Covid-19 ausgelösten Symptome wächst stetig. Studien, beispielsweise des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), bezeichnen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 als ein Multiorganvirus. Neben den Lungen sollen die Nieren stark betroffen sein. Der Erreger konnte zudem in Herz, Leber, Gehirn und Blut nachgewiesen werden. Als Ursache für ein Multiorganversagen wurden infizierte Endothelien, welche alle Blutgefäße auskleiden, genannt. Des Weiteren treten häufig Blutgerinnsel und Thrombosen auf.

Einige Länder haben vermehrt Fälle angegeben, in denen SARS-CoV-2-positiv getestete Kinder an einem pädiatrischen entzündlichen Multisystem-Syndrom (PIMS), ähnlich dem Kawasaki-Syndrom, litten. Obschon es noch keine konkreten Beweise für einen Zusammenhang zwischen PIMS und Covid-19 gibt, hat die ECDC zusammen mit den EU- und EAA-Mitgliedstaaten sowie dem Vereinigten Königreich PIMS als mögliche Komplikation während einer Covid-19-Erkrankung deklariert. Im Juli 2020 wurden Fälle veröffentlicht, die belegen, dass auch leicht erkrankte bis asymptomatische, sowie genesene Covid-19-Patienten schwere neurologische Folgeschäden aufzeigen können.

Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) hat Mitte Januar 2020 ein Nachweisverfahren veröffentlicht. Dieses hat die WHO als ersten diagnostischen Leitfaden veröffentlicht. Hierbei wird das Virus mittels RT-PCR innerhalb weniger Stunden aus Rachenabstrichen oder Sputum nachgewiesen. Bei der Labormethode gilt die Spezifität als relativ sicher; ein negatives Ergebnis schließt eine Infektion aber nicht vollständig aus.

Mittlerweile stehen auch Antigentests zum Virusnachweis zur Verfügung, hier dient als Probenmaterial ein Nasen- oder Rachenabstrich. Die Tests durften zunächst nur von geschultem Personal durchgeführt werden. Ende Februar 2021 wurden die ersten Corona-Selbsttests für Laien zugelassen, seit Mitte März sind diese bspw. in Apotheken, Drogeriemärkten und Discountern erhältlich. Zudem hat jeder Bürger einmal pro Woche Anspruch auf einen von Fachkräften durchgeführten kostenlosen Antigentest. Gemäß der Nationalen Teststrategie in Deutschland muss ein positives Ergebnis beim Antigentest immer noch einmal mit einem PCR-Test überprüft werden.

Per Eilverfahren hat das Bundesgesundheitsministerium Anfang Februar 2020 eine Meldepflicht für Infektionen mit SARS-CoV-2 erlassen. Der Verdacht, die Erkrankung, sowie der Tod von Fällen, die der Falldefinition des Robert-Koch-Instituts entsprechen, müssen an das Gesundheitsamt gemeldet werden.

Impfung
In Deutschland wurde am 21. Dezember 2020 der erste Impfstoff zugelassen, im Januar folgten zwei weitere. Es handelt sich um zwei mRNA-Impfstoffe sowie einen Vektor-Impfstoff. Anfang März 2021 wurde ein vierter Impfstoff (ebenfalls ein Vektor-Impfstoff) zugelassen. Am 27. Dezember wurde in Deutschland mit dem Impfen begonnen. Es wurden insgesamt 4 verschiedene Priorisierungsgruppen gebildet, zugrunde liegen hier hauptsächlich das Alter oder der Beruf. Mittlerweile werden bereits Personen der Gruppe 3 geimpft, ab dem 07. Juni soll die Priorisierung komplett wegfallen.

Nach einer Impfung mit einem der COVID-19 Vektor-Impfstoffe wurde in seltenen Fällen die Entwicklung von Blutgerinnseln, u.a. im Gehirn, beobachtet. Betroffen waren überwiegend Menschen unter 60 Jahren. Personen, die in den ersten Wochen nach der Impfung unter schweren oder anhaltenden Kopfschmerzen leiden, oder bei denen kleine punktförmige Einblutungen unter der Haut bzw. Blutergüsse außerhalb der Einstichstelle der Spritze auftreten, sollten zur Abklärung einen Arzt aufsuchen. Dies gilt auch bei Auftreten von Atemnot, Brustschmerzen oder Schwellungen der Beine. Da die Blutgerinnsel überwiegend bei jüngeren Personen auftraten, gilt die Empfehlung die Vektor-Impfstoffe nur noch bei Personen ab 60 Jahren einzusetzen. Nach sorgfältiger ärztlicher Aufklärung und ausdrücklicher Risikoakzeptanz können aber weiterhin auch Jüngere damit geimpft werden.

Nach Verabreichung der mRNA-Impfstoffe trat eine statistisch auffällige, aber insgesamt geringe Fallzahl von anaphylaktischen Reaktionen / Überempfindlichkeitsreaktionen auf. Es wird vermutet, dass diese Reaktionen auf das in diesen Impfstoffen enthaltene Polyethylenglykol (PEG) zurückzuführen sein könnten. Es wird empfohlen Personen im Anschluss an die Impfung für mind. 15 Minuten nachzubeobachten, um beim Auftreten von allergischen Reaktionen rasch medizinische Hilfe anbieten zu können.

Seit dem 07. April 2021 darf in Arztpraxen gegen COVID-19 geimpft werden. Es gelten die gleichen Priorisierungsvorschriften wie in den Impfzentren.

Am 07. Juni 2021 wurde die Impfpriorisierung für alle in Deutschland zugelassenen Impfstoffe aufgehoben.

Hinweise für Reisende
Reisende sollten besonders sorgfältig auf Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen achten. Der Kontakt zu Erkrankten sollte vermieden werden. Insgesamt wird empfohlen, Sozialkontakte zu reduzieren. Daher wird aktuell von Reisen abgeraten. Bei Aufenthalt im Ausland sollten Anweisungen der lokalen Behörden unbedingt befolgt werden.

Aktuelle Reisewarnungen
Am 1. Oktober wurde die weltweite pauschale Reisewarnung aufgehoben. Es gelten nun wieder differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise für alle Länder. Für Länder oder Regionen, die als Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet oder Virusvariantengebiet eingestuft sind, gilt fortan automatisch eine Reisewarnung.

Ab dem 1. Juli 2021 gelten neue Regelungen bezüglich der Reisewarnungen:

  • Für nicht notwendige, touristische Reisen in Hochrisiko- oder Virusvariantengebiete gilt weiterhin eine Reisewarnung.
  • Nicht notwendige, touristische Reisen in Länder oder Regionen, die lediglich als Risikogebiete deklariert sind, gilt keine Reisewarnung mehr, sofern keine sicherheitsrelevante strengere Empfehlung gilt.
  • Für Länder mit erheblichen Einschränkungen im Reiseverkehr und in der Bewegungsfreiheit wird auch ohne Einstufung als Risikogebiet von nicht notwendigen Reisen abgeraten.
  • Für EU-Länder/Regionen, für Schengen-assozierte Länder/Regionen (Schweiz, Norwegen, Liechtenstein, Island) sowie für Drittstaaten ohne Reisebeschränkungen wird zu besonderer Vorsicht geraten, sofern diese nicht als Risikogebiet eingestuft sind oder eine sicherheitsrelevante strengere Empfehlung gilt.


  • Hochinzidenzgebiete sind Gebiete, die eine besonders hohe Fallzahl verzeichnen. Hierzu zählen Länder in denen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gab und in denen ein besonders hohes Infektionsrisiko gilt. Bei Virusvariantengebieten handelt es sich um solche, in denen es zum Vorkommen von Varianten (Mutationen) des Coronavirus kommt. Diese Varianten stellen ein besonderes Risiko dar, da sie leicher übertragbar sind.

    Folgende europäische Länder und Regionen stehen zurzeit auf der RKI-Liste für Risikogebiete, Hochinzidenzgebiete oder Virusvarianten-Gebiete:

  • Andorra: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Belgien: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Dänemark: gesamtes Land gilt als Risikogebiet, ausgenommen sind die Färöer-Inseln und Grönland
  • Estland: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Frankreich: gesamtes Land gilt als Risikogebiet, ausgenommen ist Korsika
  • Griechenland: gesamtes Land mit Ausnahme von den Regionen Berg Athos, den Nördlichen Ägäis, Ostmakedonien und Thrakien sowie Peloponnes
  • Irland: gesamtes Land gilt als Risikogebiet, ausgenommen sind die Regionen Midland, South-West und West
  • Kroatien: die Gespanschaften Medimurje und Varazdin gelten als Risikogebiete
  • Lettland: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Litauen: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Luxemburg: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Niederlande: gesamtes Land (inkl. autonome Länder) gilt als Risikogebiet
  • Norwegen: Agder, Oslo, Vestfold og Telemark, Troms og Finnmark und Trøndelag gelten als Risikogebiete
  • Portugal: Lissabon und die autonome Region Azoren gelten als Risikogebiete
  • Schweden: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Schweiz: das Land gilt als Risikogebiet, ausgenommen sind die Kantone Aargau, Basel-Stadt, Basel-Land, Bern, Graubünden, Solothurn, Tessin, Thurgau, Zug und Zürich
  • Slowenien: gesamtes Land gilt als Risikogebiet
  • Spanien: die autonomen Gemeinschaften / Städte Andalusien, Aragon, Baskenland, Kastilien und Leon, Katalonien, La Rioja, Madrid, Melilla und Navarra gelten als Risikogebiete
  • Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland: gesamtes Land inkl. der Isle of Man, aller Kanalinseln und der britischen Überseegebiete gelten als Virusvarianten-Gebiete


  • Eine komplette Übersicht der weltweiten Risikogebiete veröffentlicht das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite.

    Einreise- und Quarantänebestimmungen in Deutschland
    Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass sich Einreisende, welche sich in den vergangenen 10 Tagen in einem Risikogebiet oder Hochinzidenzgebiet aufgehalten haben, sofort nach der Rückkehr zuhause oder in einer sonstigen Beherbergung für 10 Tage selbst isolieren. Verbindlich sind am Ende jedoch die Rechtsverordnungen der einzelnen Bundesländer. Die häusliche Quarantäne kann in der Regel frühestens nach 5 Tagen, durch Vorzeigen eines negativen Corona-Testergebnisses, beendet werden. Seit dem 11. Januar 2021 gilt eine zusätzliche Testpflicht (Zwei-Test-Strategie) bereits bei der Einreisen aus Risikogebieten. Die Testung muss entweder binnen 48 Stunden vor der Einreise oder unmittelbar nach der Einreise erfolgen. Bei Einreise aus einem Hochinzidenzgebiet muss der Test bereits vor der Abreise durchgeführt und bei der Einreise vorgelegt werden. Die Quarantänebestimmungen haben unverändert Gültigkeit.

    Seit dem 9. Mai 2021 entfällt die Test- und Quarantänepflicht für vollständig geimpfte oder genesene Reiserückkehrer. Die letzte Impfdosis muss 14 Tage, eine vorangegangene Infektion 28 Tage bis 6 Monate zurückliegen.

    Seit dem 30. März 2021 gilt vor Abflug eine generelle Corona-Testpflicht für alle per Flugzeug Rückreisenden nach Deutschland. Der Test darf zum Zeitpunkt der Einreise nicht älter als 48 Stunden sein.

    Einreisende müssen sich seit dem 8. November über eine digitale Einreiseanmeldung anmelden, wenn sie sich in den vergangenen 10 Tagen in einem Risikogebiet oder Hochinzidenzgebiet aufgehalten haben. Die Angaben können entweder über www.einreiseanmeldung.de als PDF oder über eine Ersatzmitteilung in Papierform übermittelt werden. Letztgenannte kann über www.bundesgesundheitsministerium.de bezogen werden.

    In mehreren Ländern (sogenannte Virusvarianten-Gebiete) wurden seit Dezember 2020 Virusvarianten wahrgenommen. Für Personen aus diesen Gebieten gilt ein Beförderungsverbot nach Deutschland. Ausnahmen gelten zum Beispiel für Personen mit Wohnsitz und bestehenden Aufenthaltsrecht in Deutschland, und für Personen, die nur in einem Transitbereich eines Verkehrsflughafens umsteigen. In diesen Ausnahmefällen müssen sich die Einreisenden digital anmelden und sich bereits vor der Abreise einer Covid-19-Testung unterziehen. Zudem gelten strengere Quarantänebestimmungen: So beträgt die Dauer der Quarantäne 14 Tage (anstatt 10) und eine vorzeitige Beendigung mittels eines negativen Corona-Tests ist nicht möglich.

    Eine Übersicht von Risikogebieten, Hochinzidenzgebieten und Virusvarianten-Gebieten veröffentlicht das Robert Koch-Institut auf seiner Internetseite.

    Einreise- und Quarantänebestimmungen anderer Länder
    Die Einreisebeschränkungen seitens Deutschlands bzw. der EU-Länder für Personen aus Drittstaaten wurden seit Anfang Juli letzten Jahres schrittweise aufgehoben. So werden nach und nach Länder in eine sog. „Positivliste“ aufgenommen. Bei einer Verschlechterung der Corona-Situation können Länder allerdings auch wieder von der Liste entfernt werden. Seit der letzten Aktualisierung von Anfang Mai 2021 gilt die Einreisebeschränkung nicht mehr für Staatsangehörige Australiens, Israels, Neuseelands, Singapurs, Südkoreas und Thailands.

    Zahlreiche Länder haben Einreisekontrollen und Einreisebeschränkungen für Touristen aus Deutschland eingeführt. Für weitere Informationen verweisen wir auf unseren Einreise-Checker.

    Allgemeiner Hinweis
    Es wäre viel gewonnen, wenn zukünftig möglichst viele Menschen neben COVID-19 auch gegen Influenza geimpft wären, auch um Doppelinfektionen und unnötige COVID-19-Verdachtsfälle zu vermeiden. Weiterhin sind gerade für Ältere und chronisch Kranke die Impfungen gegen Pneumokokken und Pertussis (Keuchhusten) sinnvoll, um das Risiko bakterieller Atemwegsinfektionen zu reduzieren.
     
     
     
    Quellen und weitere Informationen finden Sie hier:
  • Informationen der Bundesregierung: Informationen für Reisende und Pendler
  • Informationen des RKI: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV_node.html
  • Liste der Risikogebiete des RKI: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html
  • RKI: COVID-19-Dashboard für Deutschland https://corona.rki.de
  • Informationen des Centers for Disease Control and Prevention (ECDC): www.ecdc.europa.eu/en/novel-coronavirus-china
  • Informationen des "Centre for Health Protection" in Hongkong: www.chp.gov.hk/en/features/102465.html
  • Informationen der WHO: www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019
  • WHO: Myth busters:www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/advice-for-public/myth-busters
  • 2019-nCoV Global Cases (by Johns Hopkins CSSE): https://coronavirus.jhu.edu/map.html"
  • International Airlines Travel Association (IATA) - Liste der aktuellen Einreisevorschriften: www.iatatravelcentre.com/international-travel-document-news/1580226297.htm
  • Corona Informationsseite von Thieme: www.thieme.de/de/corona.htm


  •  
    Haftungsausschluss
    Die vorstehenden Angaben ersetzen keine ärztliche Beratung. Sie stammen aus diversen Informationsquellen, sind nach bestem Wissen zusammengestellt und entsprechen dem neuesten Stand. Für ihre Richtigkeit kann das CRM keine Verantwortung und für irgendwelche Gesundheitsschäden auf Ihrer Reise keine Haftung übernehmen. Reisenden wird empfohlen, sich vor der Reise ärztlich beraten zu lassen.
     
    © Inhalte: Centrum für Reisemedizin