Malaria-Prophylaxe
Es gibt zwei unterschiedliche Konzepte, wie dem Risiko einer Malaria-Infektion auf Reisen begegnet werden kann: Die Chemoprophylaxe (in der Tabelle abgekürzt mit CP) und die Notfallselbsttherapie (in der Tabelle abgekürzt mit NST).
Die Chemoprophylaxe ist generell immer dann sinnvoll, wenn in ein Gebiet mit einem hohen Malaria-Übertragungsrisiko gereist wird. Hier nimmt man während der gesamten Reise kontinuierlich ein Malariamittel ein (und auch eine gewisse Zeit vor der Abreise und nach der Rückkehr).
In Gebieten mit einem nur geringen Malaria-Übertragungsrisiko ist meist keine kontinuierliche Prophylaxe notwendig. Hier kann i.A. auf das Konzept der Notfallselbsttherapie zurückgegriffen werden. Dem Reisenden wird hierbei ein Medikament mitgegeben, das er unter folgenden Bedingungen einnehmen sollte: Es treten Malaria-verdächtige Symptome wie Fieber und Abgeschlagenheit auf und es ist keine ärztliche Hilfe innerhalb von 24 Stunden erreichbar. Dies kann z.B. bei Rucksackreisenden, die in entlegenen Regionen unterwegs sind, der Fall sein. Zu beachten ist hierbei, dass die Einnahme des Notfallmedikamentes kein Ersatz für einen Arztbesuch ist! Es wird lediglich die Zeit überbrückt, bis das Aufsuchen eines Arztes wieder möglich ist. Dieser wird diagnostizieren, ob es sich tatsächlich um eine Malaria handelt, und über die weitere Therapie entscheiden.